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Ausstellung: Vogelsberg - Faszination einer Landschaft
"Vogelsberg - Faszination einer Landschaft" war der Titel einer Ausstellung im Museum im Vorwerk in Ulrichstein - ein Versuch, Malerei, Foto-Grafik und Literatur in einer Ausstellung zu präsentieren.

Bild: Junge Buche - askrafic
Die Presse berichtete im Vorfeld:
"Spielwiese Vogelsberg im Vorwerk Ulrichstein Unter dem Titel 'Vogelsberg - Faszination einer Landschaft' werden zwischen dem 11. November 2000 und dem 1. Januar 2001 in der Ständerhalle des Museums im Vorwerk in Ulrichstein Foto-Grafik, Malerei und literarische Texte gezeigt. Beteiligt an dieser etwas ungewöhnlichen Präsentation sind die Engelröder Malerin Inka G. Kellermann und die beiden Lauterbacher Martin Krauss und Alfred Schneider.
Die Ausstellung ist in acht Themengruppen unterteilt: 'Landschaft, Wasser, Bäume, Flächen, Steine, Holz, Apokalypse?' und 'Ulrichstein'. Jedem dieser Bereiche sind Bilder und Texte so zugeordnet, dass die einzelne Gruppe bereits als eine kleine Ausstellung innerhalb der Gesamtpräsentation erscheint. Teils wird die typische weite Landschaft des Vogelsbergs gezeigt, teils sind Details zusammengestellt, die das eigenartige, herbe Flair dieses Mittelgebirges deutlich machen. Durch die Gruppenbildung in Verbindung mit der Zuordnung der Bilder und der Auswahl der Texte wollen die drei 'Autoren' die Ausstellung als 'Spielwiese Vogelsberg' verstanden wissen. Außerdem soll die Kombination von Foto-Grafik, Malerei und Texten als Experimentierfeld gesehen werden:
Die mit Pinsel, Acryl- und Aquarellfarben auf Leinwand oder Papier gemalten Bilder sind zwar technisch in reiner Handarbeit entstanden, zwingende Voraussetzung war hierbei aber der Reichtum an Ideen, viel Sensibilität, ein ausgeprägter Farbensinn gepaart mit starker bildlicher Vorstellungskraft, um mit ausgereifter Maltechnik ein Bild auf dem durch seine Größe und Eigengesetzlichkeit begrenzten Maluntergrund komponieren zu können.
Unter Foto-Grafik ist weder herkömmliche Fotografie noch reine Computergrafik zu verstehen. Fotos als Ausgangsmaterialien wurden durch Digitalisierung und Computerarbeit verändert und umgestaltet, dabei Details betont, in den Hintergrund gerückt oder auch neu zusammengefügt. Fazit dabei war, dass mit moderner Technik eine Annäherung an die Freiheiten eines Malers erreicht werden konnte. Aber auch dafür ist eine gewisse künstlerische Ader Voraussetzung, angefangen bei der Auswahl der Motive über den Bildaufbau bis hin zum zu den gestalteten Änderungen.
Jedes Bild, um so mehr eine Gruppe von Bildern, hinterlässt beim Betrachter einen unverwechselbaren Eindruck, ruft individuelle Gedanken hervor. Selten werden diese Gedanken zu Papier gebracht, noch seltener in literarischer Form. In der Ausstellung wird einerseits versucht, Wirkungen von Bildern und Bildgruppen schriftlich zu fixieren, andererseits aber auch Bilder bereits bestehenden Texten zuzuordnen - auch hier ein mit Fantasie und poetischem Empfinden ablaufender Prozess, der durch sprachliche Fertigkeit seinen Abschluss findet."
Die Ausstellung im Vorwerk wird am Samstag, den 11. November 2000, 16.00 Uhr eröffnet. Frieder Krauss und Wolfgang Gruner umrahmen die Eröffnung mit einem Musikprogramm, das speziell zu dieser Ausstellung erarbeitet wurde.
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